Presse-Bericht
Beinschutz
Mit freundlicher Genehmigung des Jagdmagazins "Pirsch". Ausgabe 4/2005
Für einen Schweißhund- oder Stöberhundführer gibt es gewiss Angenehmeres als die Bail seines Hundes mit einer starken Sau, die einen weichen oder Keulenschuss hat, anzugehen. Mit diesen Verletzungen sind gerade starke Sauen sehr aggressiv und ungehalten. Zudem ist ein rechtzeitiger Fangschuss meistens nicht möglich, da vor lauter dickem Zeug weder Hund noch Sau zu sehen sind. So bleibt dem Hundeführer nur ein beherztes Angehen des Standlautes, um seinem Hund zu helfen. Dabei passieren die meisten Unfälle mit annehmenden Sauen. Zerschlitzte Hosen und Beine, tiefe Schlagwunden in Wade und Oberschenkel, langwierige medizinische Behandlungen, oft gefolgt von Streptokokkenbefall sind die Folge - wenn nicht gar eine Schlagader zerfetzt wird ... Die Berufsgenossenschaften schreiben zwar eine geeignete Schutzausrüstung für Schwarzwildnachsuchen vor, beschränken dies aber auf Schutzbrille und Arbeitshandschuhe. Ein sinnvoller Verletzungsschutz der Beinpartie hätte in der Vergangenheit sicherlich so manchen vor lebensgefährlichen Verletzungen bewahrt. Die Firma Friedhelm Mikut in Bocholt (NRW) hat neben ihrer, vielen bereits bekannten Hundeschutzweste nun auch "Schnittschutz-Beinlinge" für Hundeführer entwickelt. Sie sind aus denselben Materialien gefertigt wie die Westen. Die Innenlage besteht aus einem durchstoßfesten Polymergewebe. Der Oberstoff ist ein derber Cordurastoff, dessen Fasern auch bei stärkster Dornenbelas- tung nicht laufen. Er gibt einen zusätzlichen Schutz. Zudem ist er wasserfest, winddicht und Schmutz abweisend.
Mit Tragekomfort
Die Beinlinge sind angenehm zu tragen und behindern die Bewegungsfreiheit nur gering. Da sie gut hinterlüftet sind, kommt der Benutzer auch kaum ins Schwitzen. Durch das beim Tragen entstehende "Zwiebelschalenprinzip" eignen sich die Beinlinge auch hervorragend für längere Ansitze bei Regen und Kälte. Die sehr schnelle und praktische Handhabung, bedingt durch den langen seitlichen Reißverschluss und die verstellbaren Gürtel- befestigungen, rundet das Bild einer gut durchdachten und praxisbewährten Ausrüstung für jeden Hundeführer ab. Auf Wunsch fertigt die Firma Mikut die Beinlinge statt in oliv auch in orangerotem Oberstoff. Der Preis von 250.-€ ist - gemessen an den Vorzügen und dem hervorragenden Unfallschutz dieser aus hochwertigsten Materialien hergestellten Beinlinge - absolut gerechtfertigt. ROJ Matthias Meyer
Hundeschutzweste
Immer hart am Ball
Mit freundlicher Genehmigung des Jagdmagazins "Wild und Hund Exklusiv"
René Wiese / Ausgabe 19 / Oktober 2005
Im roten Schnee, im weißen Holz. Der Basse liegt im Tod noch stolz. Drei Rüden brav, Watz mit sich nahm: Wer Schweinshaupt will, gibt Rüden dran! Die Zeilen von Rudolf Frieß aus seinem berühmten Werk Hatz-Watz zeugen von den Gefahren, die zu Zeiten des Oberforstmeisters als unvermeidlich galten. Wie gut moderne Schutzwesten den Hund vor Schlägen, Bissen und Verwechselungen schützen, weiß Revieroberjäger René Wiese.
Es sind immer wieder die gleichen Sprüche, mit denen man auf den Saujagden empfangen wird: Friert der Hund?, Vertragen die Terrier heute keinen Regen? und ähnliches. Meist verbunden mit einem Beifall heischendem Blick in die Runde. Die Rede ist von Schutzwesten für Hunde. Sie sollen nicht gegen Regen schützen, sondern den Körper, sprich Thorax, Bauchraum und den Hals gegen Schlagverletzungen durch annehmende Sauen.
Begibt man sich auf die Suche nach solchen Schutzwesten, kommt man zwangsläufig auf Friedhelm Mikut, dem einzigen deutschen Hersteller. Ihm steht das Verdienst zu, seit Jahren konsequent an der Weiterentwicklung dieser Jacken gearbeitet zu haben. Neu ist die Idee, Hunde, die hart an den Sauen arbeiten, zu schützen, allerdings nicht. So gibt es durchaus historische Bilder, die Saupacker in teils abenteuerlichen Panzerungen zeigen. Das damals zur Verfügung stehende Material war meist Leder, eng gewebter Stoff und Fischbein zur Verstärkung. Auch in Filmen über Saujagden in Australien oder den USA sieht man gelegentlich Hunde, die meist selbst hergestellte Schutzanzüge tragen. Auch hier ist das Material meist steifes Leder. Mikut (www.hundeschutzweste.de) geht hier einen anderen Weg und wählt moderne Materialien, das heißt hochfeste Stoffe, die durchstichsicher sind und aus dem Fechtsport stammen.
War die erste Generation dieser Schutzwesten noch in weißer Farbe gehalten, so ist die vorliegende zweite Generation mit roten oder gelben Deckstoffen abgesetzt, um dem Hund während der Jagd besser kenntlich zu machen. Die Oberstoffe sind ausdrücklich nicht stichfest. Zudem sind Reflektorenstreifen aufgenäht, um auch bei Dunkelheit einen gewissen Schutz zu erreichen. Die Voraussetzungen, dass die Westen ihren Zweck auch erfüllen, ist allerdings, dass sie passgenau sitzen. Aus diesem Grunde wird jede Weste individuell angefertigt. Der Hundebesitzer muss bei der Bestellung Angaben zu Brust- und Halsumfang seines Hundes an die Herstellerfirma durchgeben. Ich selbst habe diese Weste seit vier Jahren und damit auf zirka 200 Jagden eingesetzt. Hatte ich früher fast jedes Jahr mehr oder weniger start geschlagene Hunde, so tendiert die Anzahl der verletzten Jagdhelfer in den vergangenen Jahren gegen Null. In der vorletzten Saison wurde bei 498 Sauen, die auf den Jagden zur Strecke kamen, an denen ich mit dem Hund teilnahm, kein einziger verletzt. Im letzten Herbst hatte lediglich ein Hund eine kleine Stichverletzung am Ellen- bogengelenk des rechten Vorderlaufes. Er fiel aber nur für eine Jagd aus.
Sollte jetzt das Argument kommen, Weit vom Schuss gibt alte Krieger, so kann ich die Zweifler beruhigen. Die Hunde tragen die Weste weil sie drangehen. So wies die Weste meines Deutschen Jagdterriers Castro vom Nostenbusch, nachdem er über längere Zeit einen 3- bis 4-jährigen Keiler gestellt hatte 26 Löcher auf. Diese Löcher waren natürlich nur im Oberstoff, der eigentliche Schutzstoff war unversehrt. Von diesen 26 Stichen waren 19 sozusagen im Leben. Dank der Schutzweste hatte er aber offenbar nur einige blaue Flecken davongetragen.
Was passiert, wenn der Hund mit der Jacke einen Bau annimmt? Versuche an der Schliefanlage ergaben, dass die Hunde nicht beeinträchtigt sind. Nun ist eine Schliefanlage natürlich kein Naturbau, aber es war schon beruhigend, dass die Hunde in ihrer Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt sind. Meine eigene Terrierhündin war einmal zwei Tage in einem Bau und kam offensichtlich ohne Probleme wieder heraus. Der Rüde eines Bekannten streifte allerdings die Weste unter Tage ab, was natürlich ein finanzieller Verlust ist. Es sind übrigens auch immer dieselben Sprüche, mit denen eine Jagd endet. Eher unauffällig und hinter vorgehaltener Hand wird nach Bezugsquelle und Preis der Weste gefragt. Laut Preisliste des Herstellers Mikut beginnen die Größen für Terrier und Teckel bei etwa 268 Euro. Schutzanzüge für Wachtel und Bracken kosten zirka 356 Euro. Für einen Hund in Drahthaar- Größe werden etwa 387 Euro fällig. Wer genau rechnet, wird feststellen, dass das nicht gerade günstig ist, der Tierarztbesuch mit einem verletzten Hund allerdings auch nicht billiger kommt. Vom Leiden des Tieres einmal abgesehen.
Gefällt von Wilden Keilers Zahn
Mit freundlicher Genehmigung des Jagdmagazins "Der Jagdgebrauchshund" Karl Walch / Ausgabe 10 / Oktober 2005
Die Zunahme des Schwarzwildes in beinahe allen Regionen Deutschlands verlangt unabdingbar den Einsatz geeigneter, wildscharfer Jagdgebrauchshunde. übersteigertes Aggressionsverhalten ist aber fehl am Platz. Denn was nützen uns Hunde, die zu Beginn der winterlichen Stöberjagden durch hirnloses Angriffsverhalten geschlagen werden und dann für Wochen und Monate nicht mehr eingesetzt werden können?
Was nützen uns andererseits Hunde, die wegen mangelndem Schneid am Schwarzwild lieber am Reh, Rot- oder Damwild jagen, anstatt gefundene Schwarzkittel hart zu bedrängen und Sie zum Verlassen des Einstandes zu bewegen? Beide Hundetypen sind, jeder auf seine eigene Art und Weise, als Stöberhunde am Schwarzwild untauglich!
Nicht viel anders schaut es bei den am Schwarzwild eingesetzten Nachsuchenhunden aus. Sie sollen das wehrhafte Wild bei der Hetze stellen und durch Fassversuche und hartes Bedrängen ein Ausbrechen aus der erfolgreiche Hatz verhindern. Auch hierbei sind wildscharfe Hunde mit Jagdverstand und Passion gefragt.
Leider lassen sich aber auch bei kontrollierter Wildschärfe Verletzungen durch Hiebe und Bisse von Schwarzwild nicht immer ausschließen. Wenn die "Kommode" nicht zu rücken ist, muss eben manchmal doch mit der Brechstange nachgeholfen werden. Aber auch dort wo die Möglichkeiten einer Rückweiche für den eingesetzten Jagdgebrauchshunde nicht oder nur im beschränktem Umfang gegeben sind, wie dies z.B. im Brombeerverhau, im Raps oder im Mais der Fall ist, treten immer wieder einsatzbedingte Verletzungen auf. Bedauerlicherweise erwischt es dabei oftmals unsere guten Hunde. Hunde, die nur schüchtern in den Brombeerverhau oder in den Fichtenbürstenwuchs hineinbellen oder dezent die Anwesenheit von Schwarzwild verleugnen uns so tun als hätten sie gar nichts gemerkt, ziehen sich eben doch eine Risswunde eher dabei zu, wenn sie abends von der Couch herunterfallen.
Ein altes Problem - eine neue Lösung
Bereits unsere Altvorderen kannten die oben geschilderte Problematik bestens. Schon in der Zeit, in der bei höfischen Jagden mit schweren Hatzdoggen an Schwarzwild gejagt wurde, versuchte man die Hunde, die nicht selten für Standesherren von besonderer Bedeutung waren, durch Schutzpanzer zu schützen. Im Deutschen Jagdmuseum können diese Gerätschaften auch heute noch bestaunt werden. Die verwendeten Materialien schränkten die Bewegungsfreiheit der Hunde meist gewaltig ein. Die Aufgabe damaliger Hunde war es, das Wild durch sicheren Griff an den Platz zu bannen. Heutige Jagdarten unterscheiden sich grundsätzlich von den damaligen Hetz- und Parforcejagden und um unsere Hunde bei Stöberjagden oder im Nachsucheinsatz wirkungsvoll gegen Verletzungen zu schützen, kennen wir heute ganz andere Materialien.
Dir Firma MW Friedhelm Mikut hat in langer und intensiver Zusammenarbeit mit versierten Jagdgebrauchshunden eine Schutzweste entwickelt, die den Hund auf der anderen Seite dessen Bewegungsfreiheit nicht unnötig einschränkt. Der auf dem Markt befindliche Hunde-Schutzanzug besteht aus einer Leibweste, die um den Körper des Hundes gelegt wird und durch einen stabilen Reißerschluss und Klettverschluss in Längsrichtung verschlossen wird. An der Vorderseite befindet sich ein Stegseil, das entlang von Bauch und Brust zwischen den Vorderläufen hindurchgeführt wird. Vorne am Stegteil befindet sich eine Halskrause, die so um den Hals des Hundes gelegt wird, dass dieser ebenfalls geschützt wird. Leibweste, Halskrause und Mittelsteg schützen damit die gefährdeten Körperteile des Hundes. Als Material wird ein besonders Stoß- und Stichfestes Polymergewebe verwendet, wie man es auch aus dem Fechtsport kennt. Um zusätzlich für Sicherheit zu sorgen ist die Schutzweste optisch auffällig gestaltet. Einen hundertprozentigen Schutz kann natürlich auch diese Weste nicht gewährleisten. In einigen, wenngleich auch sehr seltenen Fällen, durchschlugen wehrhafte Keiler im Jagd-gebrauchshund-Praxistest die Weste. In all diesen Fällen aber wurde die Wucht des Aufpralls so herabgesetzt, dass auch hier keine größeren Verletzungen auftraten. Der Preis der Weste von ca. 250 Euro (je nach Größe des Hundes) hat sich je nach Einsatzhäufigkeit und Charakter des Hundes sehr schnell amortisiert. Tierarztkosten sind nicht gerade billig und wer über die gesamte Jagdsaison einen einsatzfähigen Gebrauchsshund benötigt, wird sicherlich auf die Schutzweste nicht verzichten wollen.







