Hundeführer-Berichte

aus dem „Mitteilungsblatt, Schwarzwildbrackenverein e.V.- Slovensky Kopov (SBV)“, Peter Urban/Ausgabe 1/2004

Seit Dezember 2002 arbeite ich mit Schutzwesten, bei fünf Hunden mit Weste und bei drei Hunden ohne. So konnte ich im Vergleich feststellen, dass keine Behinderungen aufgetreten sind. Im Gegenteil, die Hunde mit Weste bewegten sich ebenso schnell wir ihre Kameraden ohne Weste. Auch Behauptungen, dass das Schwarzwild Hunde mit Weste sofort angreift ist vollkommen aus der Luft gegriffen.

Eine Überhitzung bei Maisjagden tritt wie vermutet auch nicht ein.

Für mich ergaben sich folgende Vorteile:
a) Optische Erkennung der Hunde (ausgezeichnet)
b) Gerade bei Zuchthündinnen Schutz vor Dornen durch die Weste am Gesäuge.
c) Schutz vor Schlägen durch Sauen, Hals und Körper sind abgedeckt.

Sicher ist der Preis der Weste recht hoch, doch die Kosten beim Tierarzt sind meistens auch nicht geringer. So wurde 2002 meine Zuchthündin „Fanny v. Kiekindemark“ von einem Keiler so schwer geschlagen, dass sie 7 Wochen ausfiel. Die Kosten mit Nachbehandlung betrugen 600 €.

Die Einsätze 2003 und 2004 blieben zum ersten Mal ohne Verluste und Tierarztkosten. Seit 1992 verlor ich 7 Hunde durch Erschießen und 4 Hunde durch das Schlagen der Sauen. Tierarztkosten von 1.500 DM bis 2.000 DM waren keine Seltenheit. Ich muss allerdings sagen, dass ich keine Erfahrung bei Erdhunden habe. Was ist z.B. beim einschliefen? Bei drei Einsätzen konnten Schützen beobachten, wie die Hunde an Keilern arbeiteten und ausgehoben wurden. Kleine Fadenrisse im Gewebe entstanden und die Leuchtbänder an den
Westen fehlen. Mein Zuchtrüde Dino zog sich bei dem Einsatz einen Rippenbruch zu. Was wäre ohne Weste? Sie hat den Durchschlag verhindert! Als dann im Dezember mein Sohn von einem Keiler angegriffen und geschlagen wurde, entschieden wir uns auch für die Beinlinge für Hundeführer. Sie bestehen aus dem gleichen Material wie die Hundewesten, sind aus Polymergewebe und Cordura (Polyamid) und wasserdicht.

in Praxiseinsatz „…Dieser Weste ist es zu verdanken, dass mein Hund heute noch am Leben ist…“ Revierförster Andreas E. aus Jabel (MV), Januar 2005

Sehr geehrter Herr Mikut,
vor knapp zwei Jahren kaufte ich bei Ihnen eine Hundeschutzweste für meine DD Hündin. Dieser Weste ist es zu verdanken, dass mein Hund heute noch am Leben ist.
Auf einer Ansitzdrückjagd am Samstag im Forstamt Stavenhagen geriet meine Hündin in einem unübersichtlichen Bruch zusammen mit zwei Terriern an einen starken Keiler. Die anwesenden Jagdhelfer waren nicht in der Lage die Hunde abzurufen bzw. den Keiler zu strecken (keine Schusswaffe). Alle Hunde wurden geschlagen, wobei meine DD Hündin mehrfach unter den Bassen geriet. Nach ca. 10 Minuten konnten die Treiber den Keiler zur Flucht drängen und die Hunde „einsammeln“.

Meine Hündin war zigmal getroffen. Die Muskelstränge an den Keulen waren über 4 cm tief (!!) zerrissen.
Der behandelnde Arzt (selber 30 Jahre Jäger) hatte derartiges noch nie in seiner Praxis (u.a. Tierklinik Hannover) gesehen. Nach über fünfstündiger Wundversorgung (Nähen der Muskeln, des Untergewebes, der Haut, Klammern kleiner Wunden) ist der Hund nun auf dem Wege der Genesung.
Im Bereich der Schutzweste (Hals, Brust, Bauch) sind KEINERLEI Verletzungen sichtbar, obwohl die Weste an mehreren Stellen durchstoßen war. Die Keilerwaffen konnten nicht mehr die Haut durchtrennen. Ohne Schutzweste wäre der Hund verloren gewesen.

Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei Ihnen bedanken und hoffe, dass diese Schilderungen und Bilder allen Hundeführern die Bedeutung dieser, aus meiner Sicht, unverzichtbaren Hilfe für unsere vierbeinigen Jagdbegleiter deutlich wird.

Mit freundlichen Grüßen und einem kräftigen Weidmannsdank verbleibt Ihnen Revierförster Andreas E. aus Jabel (MV)